Zwei Namen, ein Ansatz
Factur-X ist der französische Standard für die hybride elektronische Rechnung. ZUGFeRD ist das deutsche Pendant. In der aktuellen 2.x-Reihe sind beide technisch aufeinander abgestimmt und kompatibel.
Konkret: ein PDF/A-3, in das eine CII-XML-Datei eingebettet ist. Das ist bei Factur-X so und bei ZUGFeRD 2.x so. Wer das eine verarbeiten kann, kann in der Regel auch das andere.
Warum es zwei Namen gibt
Historisch sind beide getrennt entstanden — in Deutschland über das Forum elektronische Rechnung Deutschland, in Frankreich auf nationaler Ebene. Mit der Annäherung an die europäische Norm EN 16931 wuchsen sie zusammen.
Die zwei Namen sind also eher Herkunftsbezeichnungen als technische Unterschiede. Für die meisten deutschen Unternehmen ist Factur-X schlicht „das, was die französische Seite ZUGFeRD nennt“.
Wann es für Sie praktisch relevant wird
Solange Sie nur national fakturieren und empfangen, müssen Sie sich um Factur-X kaum Gedanken machen — ZUGFeRD deckt das ab. Interessant wird es im grenzüberschreitenden Geschäft mit Frankreich.
Dort ist der hybride Ansatz besonders praktisch: Der Empfänger sieht ein lesbares PDF, die Software die strukturierten Daten. Ein gemeinsamer technischer Nenner über Ländergrenzen hinweg — das ist der eigentliche Mehrwert.
Was Sie nicht überdenken müssen
Sie brauchen keine zweite Software „für Factur-X“. Wenn Ihr Eingang ZUGFeRD 2.x korrekt verarbeitet, verarbeitet er konforme Factur-X-Dateien mit.
Die ehrliche Botschaft: Lassen Sie sich vom zweiten Namen nicht verunsichern. Wichtiger als die Bezeichnung ist, ob das eingebettete XML normkonform ist und welches Profil es trägt.