Eine Norm, zwei Sprachen
Die XRechnung folgt der europäischen Norm EN 16931. Diese Norm legt fest, welche Informationen eine Rechnung enthalten muss — aber nicht nur eine technische Art, sie auszudrücken.
Es gibt zwei zugelassene Syntaxen: UBL und UN/CEFACT CII. Stellen Sie sich die Norm als Inhalt vor und UBL bzw. CII als zwei Sprachen, in denen man denselben Inhalt aufschreiben kann.

Was UBL und CII unterscheidet
UBL — Universal Business Language — ist eine weit verbreitete, im internationalen und im Peppol-Umfeld häufige Syntax. CII — Cross Industry Invoice der UN/CEFACT — ist die Syntax, die unter anderem ZUGFeRD nutzt.
Inhaltlich transportieren beide dieselben Pflichtangaben. Der Unterschied liegt in der technischen Verpackung, nicht in dem, was Ihre Rechnung aussagt.
Warum Sie als Empfänger entspannt sein dürfen
Hier die beruhigende Wahrheit: Welche Syntax ankommt, bestimmt der Absender, nicht Sie. Ihre Aufgabe ist nur, dass Ihre Verarbeitung beide versteht.
Eine ordentliche Lösung erkennt UBL und CII automatisch und macht aus beiden dasselbe lesbare Rechnungsbild. Sie müssen die Kürzel nicht auseinanderhalten — Ihr System muss es können.
Wann der Unterschied doch zählt
Relevant wird die Unterscheidung vor allem, wenn Sie selbst E-Rechnungen erzeugen oder Systeme anbinden. Dann muss klar sein, welche Syntax erwartet wird — etwa weil ein Peppol-Weg üblicherweise UBL transportiert, ZUGFeRD dagegen CII.
Für den reinen Empfang im B2B-Alltag bleibt es dabei: interessant zu wissen, aber kein Grund zur Sorge, solange Ihr Eingang beide Varianten beherrscht.